Daher sind Medien auch nicht etwa besondere Dinge, sie sind also auch nicht beobachtbar (man kann Wahrheit nicht beobachten), sondern sie lassen sich nur durch die Beobachtung von Formen erschließen. Das heißt schließlich, dass Medien als solche, gleichsam pur, nicht erkennbar sind – es denn man beobachte ihre Komponenten (Luftpartikel, Worte etc.) als Formen, was aber ein weiteres Medium voraussetzt. (Niklas Luhmann1992: 181)


Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Heinz von Foerster


Pressemitteilung
Neues Stadtquartier Clouth integriert Künstler-Ateliers
Grüne: Erhalt des Ausstellungsorts ‚Halle 10’ wird geprüft!
„Der Fortbestand der Künstlerateliers ist fester Bestandteil des nun geltenden B-Plans für das Clouth-Areal. Dies war für uns ein relevantes Ziel“, erklärt Horst Thelen , grünes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.
Der Rat hat am 30. Juni 2009 den Bebauungsplan für das Clouth-Areal in Köln-Nippes beschlossen. Im April 2005 hatte der Rat sich dafür entschieden, den Entwurf des zweiten Preisträgers des Realisierungswettbewerbs, das Planungsbüro Scheuvens + Wachten, als Basis für die Planung zu nehmen. Im Mittelpunkt steht die Errichtung eines neuen Stadtquartiers mit ca. 1.000 Wohneinheiten, davon aktuell nun 30 % im öffentlich-geförderten Wohnungsbau, sowie die Ansiedlung von nicht störendem Gewerbe.
Im Laufe des Planungsprozesses hat ein Zusammenschluss von 28 Künstlern die Halle 10 auf dem Clouth-Gelände zu einer Ausstellungshalle hergerichtet und bereits mehrere Ausstellungen durchgeführt. Sie plädieren nun dafür, die Halle 10 zu erhalten und hier auch Ateliers und Kunstproduktion zu konzentrieren. Der beschlossene B-Plan sieht an dieser Stelle derzeit Wohnungsbau vor.
Dazu stellt Horst Thelen fest: „Bei der Ratsentscheidung am 30.6.2009 ist auf unsere Intervention protokollarisch als Anlage zum B-Plan festgehalten worden, dass die Planung dahingehend überprüft wird, die Halle 10 als Ausstellungsort und zur Unterbringung der Ateliers zu nutzen. Dies wird eine Anforderung im weiteren Verfahren sein.“
„Eine Detailänderung des B-Plans zugunsten der Halle 10 ist natürlich auch nach B-Plan-Beschluss möglich, wie auch der Planungsbeigeordnete Streitberger im Rat bestätigte. Allerdings dürfen dabei die städtebaulichen Zielsetzungen, so z.B. das geplante Volumen an Wohnraum, nicht leiden.
Da die in Vorbereitung befindliche Entwicklungsgesellschaft und das gesamte Gelände im Eigentum der Stadt sind, haben wir alle Möglichkeiten, im weiteren Prozess sinnvolle Detailveränderungen zu prüfen und dann auch zu realisieren“, so Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer und Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses.
Köln, 29. Juli 2009
Verantwortlich: Jörg Frank , Fraktionsgeschäftsführer