Erklärung von Prof. Heribert C. Ottersbach:
Abgesehen von der schützenswerten architektonischen Besonderheit der Clouthwerke im Stadtraum Köln glaube ich, dass die Verantwortlichen i.S. Kultur nicht länger tatenlos einem Exodus zahlloser Künstler und Kulturschaffenden zusehen sollten. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Köln seit den 60ern bis weit in die 80er Jahre eine so wichtige und lebendige Stadt für zeitgenössische Kunst und auch Musik war, sollte hier dringend ein Umdenken einsetzen. Orte wie die Clouth-Werke u.a. boten in den letzten Jahren die Möglichkeit, dass sich in Köln eine Basis heranbilden konnte, die für jegliche Art von (Hoch-)Kultur unabdingbar ist.
In den letzten Jahren hatte ich doch allzu oft das Gefühl, dass die zuständigen Verantwortlichen in Politik und auch Wirtschaft bedenkenlos den Rotstift ansetzten in vollkommener Unkenntnis der Sachlage.
Wenn das so weitergehen sollte, habe ich leider die Befürchtung, dass Köln i.S. Kultur eine Provinzstadt irgendwo in Westdeutschland wird.
Jedes Dagegenhalten Kölner Künstler/Innen ist nur unterstützenswert.


Prof. Heribert C. Ottersbach
Fachbereich II, Malerei
Hochschule für Grafik und Buchkunst
Academy of Visual Arts Leipzig