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im Rheinland
Willkommen auf der Internetseite von CAP Cologne e.V.

Der Verein CAP Cologne e.V. hat sich über viele Jahre für den Erhalt bzw. um den Neubau eines Atelier- und Ausstellungshauses für Kölner und internationale Künstler bemüht - um ein Kunstzentrum im Norden der Stadt als wesentlichen interkulturellen Anziehungspunkt. Die Kompetenz dafür konnte CAP Cologne e.V. nach 17 Jahren auf dem Clouthgelände, nach erfolgreichen offenen Ateliers und einem mehrjährigen internationalen Ausstellungsprogramm in der HALLE ZEHN unter Beweis stellen.
Nach dem einstimmigen Ratsbeschluss sollte CAP Cologne e.V die HALLE ZEHN in Erbpacht übertragen bekommen. Der Verein ließ die Planung erstellen.
Dieses Angebot wurde Monate später unter der Annahme zurückgezogen, der Erhalt der HALLE ZEHN würde 4 Millionen Euro Verlust für die Stadt für die entgangene Nutzung dieses Grundstücks für kommerzielle Zwecke bedeuten. Die Künstler würden in der Mitte des Clouth-Geländes „stören“. Der gut erhaltene Bau und hochinteressantes Beispiel Industriearchitektur der beginnenden 1970 Jahre wurde abgerissen.
Nun hieß es : „Sie können die baufällige Halle 29 zur Erbpacht haben“ – Wieder ließ CAP Cologne e.V Pläne zeichnen und Kosten berechnen- --- mit Banken und Architekten und Beratern wurde gesprochen und verhandelt --- Monate verstrichen --- dann:.“... das wird zu kompliziert für die Stadt mit dem Rückkauf des Grundstücks von der moderne stadt“.
Der Verein sollte als ultima ratio zum Buchpreis kaufen!!! Allerdings mit einer Reihe von Auflagen, wie gegenüber dem B-Plan geminderte Grundstücksausnutzung, erweiterter Denkmalschutz, Verbot von Sondereigentum, evtl.. Kontamination der Bauteile und Bodens
CAP Cologne e.V ließ wieder Pläne zeichnen, rechnen, Berater und Architekten mussten bezahlt, mit Banken über Kredite gesprochen werden --- aus einer 200 000 Euro Umbaumaßnahme an der Halle Zehn wurde ein 5 Mio. teures Neubauprojekt. Der Verein hat sich darauf eingelassen.
Über Eigenkapital, Bürgschaften und anzurechnender Eigenarbeit konnte CAP Cologne e.V. 500 000 Euro aufbringen, der Rest sollte als Hypothek über 27 Jahre abbezahlt werden.
Das schien lt. Wirtschaftsberatung und Bank gangbar, doch verlangte die GLS Bank im letzten Augenblick und entgegen vorhergehender Aussagen, eine Bürgschaft über 1.5 Mio. €.
Weder die Stadt Köln noch ms waren bereit, dem Verein finanziell entgegen zu kommen und z.B. das Grundstück kostenfrei zur Verfügung zur stellen.
Der Verein CAP Cologne e.V. wollte ein Atelier- und Ausstellungshaus für Künstler schaffen zu bezahlbaren Mieten . Die Stadt Köln hätte davon langfristig profitiert, weil der Verein die kulturelle Nutzung garantiert hätte.
Die Künstler haben lange an dieser Idee gearbeitet. Abgesehen von dem ursprünglichen Ratsbeschluss, wird an dieser Stelle noch einmal klar: dass die Künstler in all den Jahren ohne wirkliche Rückendeckung von Seiten der Stadt dastanden. Absichtserklärungen wie die von der Bezirksvertretung Köln Nippes „die Künstler sollen auf dem Clouth – Gelände bleiben, sie gehören nach Nippes“ sind wohltuend und gut, weil sie das große Interesse zeigen, sie lösen jedoch leider nicht das Problem.
Das Projekt wird nun marktwirtschaftlich von Investoren weiterentwickelt und für die freie Kunst praktisch uninteressant. Die Ziele des Vereins standen der Verwaltung, Verwertungsgesellschaft und großen Teilen der Politik entgegen. Das Projekt ist in einem kafkaesk anmutenden Labyrinth aus falschen Versprechen und Ignoranz untergegangen. Dem Verein ist nicht nur in finanzieller Hinsicht ein erheblicher Schaden entstanden. War das so! gewollt?
der Vorstand
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3.1.6 Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen betref-fend "Clouth - Erhalt der Halle 10 als Atelier- und Ausstellungsort" AN/2282/2010

Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, für das Gebäude 10 (Halle 10) die dauerhafte Nut-zung als Atelier- und Ausstellungsort vorzusehen und dazu die notwendigen Schritte zügig einzuleiten. Dies erfolgt unter folgenden Maßgaben: • Die Überlassung der „Halle 10“ erfolgt unsaniert im jetzigen Zustand im Wege des Erbbaurechts an die dort ansässige Künstlergemeinschaft. • Die Erbbaurechtsnehmer verpflichten sich auf eigene Kosten und unter Beach-tung der behördlichen Auflagen das Objekt zu sanieren und zu erhalten. Diese Eigenleistungen sind bei den Erbpachtkonditionen (Erbpachtzins, Laufzeit) ent-sprechend zu berücksichtigen. • Die Halle 25 zu vermarkten, um so die prognostizierten Mindererlöse infolge der Nutzungsänderung für die Halle 10 weitgehend zu kompensieren. • Die notwendigen planungsrechtlichen Änderungen zügig umzusetzen. Abstimmungsergebnis:Einstimmig zugestimmt.


©Archiv Baumgärtel

Das Clouthgelände wird zur Zeit (5.2013) abgebrochen.

DIE HALLE ZEHN BLEIBT STEHN

©Doreen Schwarz



©Förderbandhalle und Tor 4. Foto um 1970. RWWA Abt. 184, Archiv-Nr. 23, Bild B-a 2



©ast

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HALLE 29

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