Ratsbeschlüsse

11.04.2004
08.06.2004
Bezirksvertretung Nippes 18.03.2004


Statements der Parteien

CDU Ratsreport 2004
CDU Nippes
FDP 13.05.2004
FDP 06.04.2004
Grüne September 2005
SPD 2004

Im Laufe der Jahre sind zum Thema der Entwicklung des Clouth-Werke-Geländes und der Zukunft von Cap Cologne einige Beschlüsse des kölner Stadtrates zusammengekommen.
Ebenso haben die Ratsparteien ihre Meinungen zu dem Thema veröffentlicht.

Brief des Stadtplanungsamtes zum Ratsbeschluss vom 30.6.2009
ANLAGE
Darstellung und Bewertung der zum Bebauungsplan-Entwurf Nr. 67480/03 Arbeitstitel: Clouth-Gelände in Köln-Nippes eingegangenen Stellungnahmen
Die Stellungnahmen werden stichwortartig dargestellt. Von den abgegebenen Stellungnahmen werden nur diejenigen aufgeführt, welche die planungsrechtlichen Festsetzungen betreffen sowie diejenigen, die sich auf die Auswirkungen der Festsetzungen beziehen.
Die eingegangenen Stellungnahmen werden fortlaufend nummeriert. Aus Datenschutzgründen werden keine personenbezogenen Daten (Name und Adresse) aufgeführt. Entsprechend der Nummerierung wurde eine „Entschlüsselungstabelle" erstellt, die zugeordnet die Namen und Adressen enthält. Diese Tabelle wird den Fraktionen der zuständigen Bezirksvertretung und des Rates zur Verfügung gestellt.
Inhalt der Stellungnahme lfd. Nr. 5
In der Stellungnahme wird für den Erhalt der Halle 10 plädiert. Hierzu wird im Einzelne folgendes angeführt:
Der gemeinnützige Verein sei ein Zusammenschluss von 28 Künstlern, die auf dem ehemaligen Gelände der Clouth Gummiwerke seit nunmehr 14 Jahren arbeiteten. Im Stadtteil Nippes habe sich aus den Ateliers heraus ein aktives Kunstleben mit überregionaler Öffentlichkeit entwickelt; dies zeigten die jüngsten zwei Ausstellungen in der Halle 10.
Seit 1997 befänden sich bereits in Teilbereichen des Gebäudes Ateliers. Seit 2008 werde das Erdgeschoss des Gebäudes mit der Unterstützung der Stadt Köln als Besucher- und Ausstellungshalle genutzt. Das Gebäude aus dem Jahre 1970 sei in einem sehr guten baulichen Zustand. Mit entsprechend geringen Umbaumaßnahmen würden alle Künstler des Vereins hier Platz finden. Im Vergleich zu den angedachten Optionen (Walzwerk an der Xantener Straße oder Halle 25 an der Niehler Straße) verursache diese Lösung nur einen Bruchteil der veranschlagten Kosten. Um die Nutzung der Halle 10 als Atelierhaus zweifelsfrei zu ermöglichen, solle unter Beibehaltung der Baugrenzen und einer Erhöhung der Ausnutzungsziffern von derzeit GRZ 0,4/GFZ 1,2 auf GRZ 0,6/GFZ 2,0 der Teilbereich der Halle 10 als Mischgebiet ausgewiesen werden. Damit würden zukünftige Nutzungskonflikte sicherer ausgeschlossen als bei Ausweisung als allgemeines Wohngebiet und eine Nutzung als Ausstellungs- und Atelierhalle würde eindeutiger als Option offengehalten.
-2-
Die Ausweisung eines Mischgebietes stärke die städtebauliche Idee der Vielfalt und
des möglichen Erhalts bestehender Gebäude. Bei Erhalt der Halle 10 könnte hier
sehr gut ein Zentrum für Ateliers, Ausstellungen und Kunstproduktion konfliktfrei in
das Quartier integriert werden. Die Möglichkeit zur Wohnnutzung in der angestrebten
Geometrie bliebe parallel erhalten.
Entscheidung durch den Rat
Die Stellungnahme wird nicht berücksichtigt.
Mit der Festsetzung eines Mischgebietes und der Beibehaltung der Baugrenzen, wie von dem Einwender vorgetragen würde die Halle 10 nur auf den auch zurzeit bestehenden Bestandsschutz begrenzt.
Die dauerhafte Sicherung der Halle 10 wäre nur im Rahmen einer kompletten Änderung des städtebaulichen Entwurfes (Neudefinition der Baugrenzen, Festsetzung eines Mischgebietes etc.) für das WA 12 und Teile des WA 13 möglich Diese Änderung hätte zur Folge, dass die bisher auf der Nordseite der Halle 10 geplante Wohnbebauung komplett und diejenige auf ihrer Ostseite in großen Teilen entfiele. Mit dem Erhalt der Halle 10 müsste des Weiteren die aus dem Wettbewerbsentwurf abgeleitete klare stadträumliche Prägnanz an dieser Stelle aufgegeben werden. Die im Entwurf definierten Raumkanten legen dort geschlossene Baufluchten und Gebäudehöhen fest, wo dies zur Verdeutlichung der städtebaulichen Struktur erforderlich ist, so im Bereich des zentralen Platzes, der Bebauung entlang der Niehler Strasse und was für das WA 12 zutrifft entlang der östlichen „Stadtkante". Zur Beibehaltung dieser städtebaulichen Zielsetzungen (Wohnnutzung, städtebauliche Struktur) soll auf die dauerhafte Sicherung der Halle 10 verzichtet werden. Für den dauerhaften Verbleib der Künstler kommt als sinnvoller Standort die südlich an das Verwaltungsgebäude angrenzende denkmalgeschützte Halle in Frage. Dieser Standort soll in der weiteren Planung Berücksichtigung finden.

Pressemitteilung
Neues Stadtquartier Clouth integriert Künstler-Ateliers
Grüne: “Erhalt des Ausstellungsorts ‚Halle 10’ wird geprüft!“
„Der Fortbestand der Künstlerateliers ist fester Bestandteil des nun geltenden B-Plans für das Clouth-Areal. Dies war für uns ein relevantes Ziel“, erklärt Horst Thelen, grünes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.
Der Rat hat am 30. Juni 2009 den Bebauungsplan für das Clouth-Areal in Köln-Nippes beschlossen. Im April 2005 hatte der Rat sich dafür entschieden, den Entwurf des zweiten Preisträgers des Realisierungswettbewerbs, das Planungsbüro Scheuvens + Wachten, als Basis für die Planung zu nehmen. Im Mittelpunkt steht die Errichtung eines neuen Stadtquartiers mit ca. 1.000 Wohneinheiten, davon aktuell nun 30 % im öffentlich-geförderten Wohnungsbau, sowie die Ansiedlung von nicht störendem Gewerbe.
Im Laufe des Planungsprozesses hat ein Zusammenschluss von 28 Künstlern die Halle 10 auf dem Clouth-Gelände zu einer Ausstellungshalle hergerichtet und bereits mehrere Ausstellungen durchgeführt. Sie plädieren nun dafür, die Halle 10 zu erhalten und hier auch Ateliers und Kunstproduktion zu konzentrieren. Der beschlossene B-Plan sieht an dieser Stelle derzeit Wohnungsbau vor.
Dazu stellt Horst Thelen fest: „Bei der Ratsentscheidung am 30.6.2009 ist auf unsere Intervention protokollarisch als Anlage zum B-Plan festgehalten worden, dass die Planung dahingehend überprüft wird, die Halle 10 als Ausstellungsort und zur Unterbringung der Ateliers zu nutzen. Dies wird eine Anforderung im weiteren Verfahren sein.“
„Eine Detailänderung des B-Plans zugunsten der Halle 10 ist natürlich auch nach B-Plan-Beschluss möglich, wie auch der Planungsbeigeordnete Streitberger im Rat bestätigte. Allerdings dürfen dabei die städtebaulichen Zielsetzungen, so z.B. das geplante Volumen an Wohnraum, nicht leiden.
Da die in Vorbereitung befindliche Entwicklungsgesellschaft und das gesamte Gelände im Eigentum der Stadt sind, haben wir alle Möglichkeiten, im weiteren Prozess sinnvolle Detailveränderungen zu prüfen und dann auch zu realisieren“, so Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer und Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses.
Köln, 29. Juli 2009
Verantwortlich: Jörg Frank , Fraktionsgeschäftsführer

OB-Kandidat Jürgen Roters besucht die Clouth-Werke
Veedelstour für Nippes (Fahrrad-Korso)
Termin ist Freitag 21. August 2009